Honigbiene, Wildbiene und Co.

Der erste große Unterschied zwischen einer Honig- und einer Wildbiene ist die Art und Weise, wie sie leben.

 

Honigbiene

Ein Volk der Honigbiene hat eine Königin, sehr vielen Arbeiterinnen und Drohnen.

Die Drohnen sind nur in den Sommermonaten vorhanden, um die neuen Königinnen zu befruchten. Bis zu 20 Drohnen, also bis zu 20 verschiedene Genquellen, sollen eine Königin begatten können.

Das Volk einer Honigbiene überwintert mit Königin und Arbeiterinnen.


Wildbiene

Die Wildbiene ist eine Solitärbiene, also eine Einzelgängerin.

Sie gräbt an geeigneten Stellen Nestlöcher in den Boden oder nutzt Angebote, wie hohles Reet oder Löcher im Holz, um ihre Eier abzulegen. Sie benötigt also unsere Hilfe und ganz sicher keine aufgeräumten und  gestylten Gärten.

Bei uns haben wir schon zwei verschiedene Sandbienenarten gesehen.

 

Hornissen, Hummeln und Wespen

Bei Hornissen, Hummeln und Wespen überwintert nur die Königin.

Im Frühjahr sucht die Königin sich dann einen geeigneten Platz für ihr neues Volk.

Dort werden dann die ersten Nachkommen von der Königin selber versorgt, bis die Arbeiterinnen ihre Aufgaben selber übernehmen können und die Anzahl im Volk mehr und  mehr steigt.

 

Riesenhonigbiene in Asien

Diese Bienen zeigen auch einen Jahreszyklus, der mit Zugvögeln vergleichbar ist, aber nicht mit der Lebenszeit einer Biene erklärbar ist.

Sie sind so groß wie unsere Hornissen, wandern und die verschiedenen Schwärme treffen sich Anfang Dezember innerhalb von wenigen Tagen an festen Bienenbäumen in der Sumpflandschaft des Brahmaputra - und das, obwohl noch keine dort vorher aufgrund ihrer Lebenszeit dort gewesen sein kann. Einfach nur faszinierend!

 

Afrikanische Honigbiene

In einem Beitrag über die afrikanische Honigbiene wurde ein Farmer in Afrika gezeigt, der die afrikanische Honigbiene als Waffe gegen Elefanten einsetzt, die seine Felder plündern.

Die afrikanische Honigbiene ist bekannterweise sehr agressiv.

Der afrikanische Farmer hat rund um seine bewässerten Felder Beuten für die Bienen angeboten und diese sogar miteinander mit Drähten verbunden.

Wenn die Bienen in diese Beuten eingezogen sind, reichte sogar nur die Anwesenheit der Bienen, dass die Elefanten die verlockenden Feldfrüchte liegen liesen - die Angst vor den Bienen war größer!

Spätestens aber nach der Erschütterung an einer Beute, die mit Drähten zu allen weiten Beuten verbunden war, hätten die Elefanten ein Problem gehabt.

Faszinierend an dem Beitrag fand ich aber wieder mal die Tatsache, dass die Königin und ihre Arbeiterinnen genau wußten, wohin sie im Hochland während der Trockenphase im Tiefland mussten - denn aufgrund der Lebenszeit konnte es keine wissen!